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Vizebürgermeister Franz X. Gruber (l.), die Tochter des Ehepaares, Sigrid Volk (2. v. r.), und ihr Mann Klaus (r.) ließen das „Eiserne Ehepaar“ Adele und Helmuth Amann hochleben.
Vizebürgermeister Franz X. Gruber (l.), die Tochter des Ehepaares, Sigrid Volk (2. v. r.), und ihr Mann Klaus (r.) ließen das „Eiserne Ehepaar“ Adele und Helmuth Amann hochleben.

„Altstadtler“ mit Leib und Seele

Adele und Helmuth Amann feierten „Eiserne Hochzeit“

Es war einmal am Brennermarkt – so beginnt die Geschichte von Adele und Helmuth Amann. Sie aus Inzing, er aus Vorarlberg, lernte sich das Paar dort 1953 kennen und lieben. Inzwischen liegen 65 gemeinsame Ehejahre hinter ihnen. Bepackt mit einer Flasche Wein und Blumen stattete Vizebürgermeister Franz X. Gruber den Eheleuten aus diesem Grund einen Besuch ab. „Ich gratuliere herzlichst zur ,Eisernen Hochzeit‘“, begrüßte der Vizebürgermeister das Paar: „65 gemeinsame Ehejahre sind keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Leistung, auf die Sie wirklich stolz sein können“.

„Die Zeit ist so schnell vergangen, ich habe es nie bereut“, resümierte Helmuth Amann beim gemütlichen Beisammensitzen. Den heute 92-Jährigen zog es in jungen Jahren nach Innsbruck, weil die Polizei Personal suchte. Nach einem Aufnahmetest leistete er letztendlich mehr als 40 Dienstjahre als Polizist. Noch heute kann er sich an die Anfänge erinnern: „Damals als es noch keine Autos gab und wir überall mit dem Fahrrad hinmussten.“ 1988 ging er schließlich als Chef des Unfallkommandos in Pension.

Hinter den beiden liegen aber nicht nur schöne Zeiten, gab auch Adele Amann Einblicke in die Vergangenheit: „Wir haben viel gearbeitet. Unsere Wohnung in der Altstadt hatte am Anfang nichts, keine Türen und auch kein Wasser.“ Ergänzt wurde der Rückblick von ihrem Ehemann, der feststellte: „Wir haben uns immer verstanden und alles gemeinsam geschafft.“

Von damals zu heute

„Wir sind viel gereist und haben viel von der Welt gesehen“, erzählte das Paar. So führten ihre Reisen etwa nach Amerika, Kenia, Kuba und in die Türkei. „Heute beschränken wir uns aber auf unsere Altstadtrunden“, ist sich das Jubelpaar einig. Täglich brechen Adele und Helmuth Amann zu einem Spaziergang durch die Innenstadt auf und genießen die gemeinsame Zeit in einem Gastgarten. Dort wird „Leute geschaut“, wie es die beiden nennen, und das ein oder andere besprochen – „das hält jung“, gab der rüstige Senior zu. Und auch Adele Amann stellte im Gespräch mit dem Vizebürgermeister fest: „Wir sind einfach Altstadtler – ich möchte nirgendwo anders hin.“

Seit 1955 wohnen Adele und Helmuth Amann mitten im Zentrum der Alpenstadt. Sie haben zwei gemeinsame Kinder, eine Tochter und einen Sohn. Inzwischen sind zwei EnkelInnen und drei UrenkelInnen dazugekommen. (AA)