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In gemütlicher Atmosphäre auf der Terrasse von Schloss Büchsenhausen überreichte Kulturstadträtin Uschi Schwarzl (2.v.r.) dem italienischen Künstler Riccardo Giacconi (2.v.l.) die Urkunde zum Fellowship Büchsenhausen-Stipendium. Mit dabei waren Andrei Siclodi, Direktor des Künstlerhauses Büchsenhausen und Cornelia Spuller, Mitarbeiterin im Kulturamt der Stadt Innsbruck.
In gemütlicher Atmosphäre auf der Terrasse von Schloss Büchsenhausen überreichte Kulturstadträtin Uschi Schwarzl (2.v.r.) dem italienischen Künstler Riccardo Giacconi (2.v.l.) die Urkunde zum Fellowship Büchsenhausen-Stipendium. Mit dabei waren Andrei Siclodi, Direktor des Künstlerhauses Büchsenhausen und Cornelia Spuller, Mitarbeiterin im Kulturamt der Stadt Innsbruck.

Büchsenhausen-Stipendium 2018/19

Riccardo Giacconi erhält Kunstförderung der Stadt Innsbruck

Das Künstlerhaus Büchsenhausen hat das Fellowship Büchsenhausen-Stipendium 2018/19 an den italienischen Künstler Riccardo Giacconi für sein Kunstprojekt „Milano 2“ vergeben. Die Stadt Innsbruck unterstützt das Programm mit 5.000 Euro.

Anlässlich eines Besuches im Künstlerhaus überreichte Kulturstadträtin Mag.a Uschi Schwarzl kürzlich dem Künstler die Urkunde. „Innsbruck hat eine lebendige Kunst- und Kulturszene, die Kunst- und Kulturschaffende aus aller Welt anzieht und inspiriert. Ich freue mich, dass wir Riccardo Giacconi als Stipendiaten des Künstlerhauses Büchsenhausen bei uns begrüßen dürfen. Seine künstlerische Auseinandersetzung mit stadtplanerischen Großprojekten ist im Hinblick auf die städtebaulichen Herausforderungen, vor denen wir gerade stehen, hochinteressant“, spannt die ressortzuständige Stadträtin Schwarzl den Bogen zur Gegenwart.

Projekt „Milano 2“
Am Rande Mailands entstand in den 1970er-Jahren ein großer Wohnanlagenkomplex, der als Rückzugsort für Reiche dienen sollte. Charakteristische Merkmals der Siedlung, welche über nur ein einziges Restaurant verfügt, sind eine Sportanlage, ein Kinderspielplatz und ein kleiner künstlicher See. Milano 2 war auch das Quartier des ersten privaten Fernsehkanals in Italien. Riccardo Giacconi stellen diese Tatsachen und Umstände die Basis für die Entwicklung eines Filmes und einer Publikation dar. Die zugrundeliegende Idee ist dabei, eine Detektivgeschichte mit einer spezifischen Architekturstudie zu verbinden. Auf diese Weise arbeitet der Künstler im Rahmen seines Fellowships über das Verhältnis zwischen Stadtplanung und Medienmacht.

Interessierte können noch bis 3. August Riccardo Giacconis Arbeit „Milano 2“ im Kunstpavillon Innsbruck im Rahmen einer Gruppenausstellung sehen.

Der Künstler
Riccardo Giacconi studierte Kunst an der Universität von Venedig. Seine Arbeiten wurde unter anderem in ar/ge kunst Bozen, MAC Belfast, WUK Kunsthalle Exnergasse in Wien, FRAC Champagne-Ardenne in Reims, tranzitdisplay Prag, MAXXI in Rom, Fondazione Sandretto Re Rebaudengo in Turin und auf der 6. Moscow International Biennale for Young Art gezeigt. Er war artist-in-residence am Centre international d’art et du paysage in Vassivière (Frankreich), Lugar a Dudas in Cali (Kolumbien), am MACRO Museum of Contemporary Art in Rom und in La Box, Bourges (Frankreich). Seine Filme wurden unter anderem beim New York Film Festival, dem Venice International Film Festival, dem International Film Festival Rotterdam sowie bei Visions du Réel und FID Marseille, wo er im internationalen Wettbewerb 2015 den Großen Preis gewann, präsentiert. Er ist Mitbegründer des Kollektivs „Blauer Hase“, mit dem er die Zeitschrift „Paesaggio“ herausgibt und das Helicotrema-Festival kuratiert. Mehr unter: www.riccardogiacconi.com.

Fellowship Büchsenhausen
Seit dem Frühjahr 2003 findet das Internationale Fellowship-Programm für Kunst und Theorie im Künstlerhaus Büchsenhausen statt. Die grundlegende Idee hinter diesem Programm ist, vor Ort einen Produktions- und Diskussionskontext zu bewirken, in dem KünstlerInnen und TheoretikerInnen überregionale Kunst- und Gesellschaftsdiskurse mit lokalen Themen in Zusammenhang bringen und reflektieren. Gleichzeitig wird die Möglichkeit eines künstlerischen Experimentierlabors gewahrt, wodurch Neues ausprobiert werden kann. Die von einer Fachjury ausgewählten „Fellows“ kommen für ein bis zwei Semester nach Büchsenhausen, um an ihren eingereichten Projekten zu arbeiten und diesen Prozess in öffentlichen Veranstaltungen diskursiv zu begleiten.

Die Ausschreibung erfolgt direkt über das Künstlerhaus Büchsenhausen. Bildende KünstlerInnen, KritikerInnen, MedienkünstlerInnen, TheoretikerInnen und KuratorInnen können sich mit Projektvorschlägen während der ausgeschriebenen Einreichfrist direkt im Künstlerhaus Büchsenhausen bewerben. Eine Fachjury, die vom Künstlerhaus Büchsenhausen bestellt wird, entscheidet in weiterer Folge über die Vergabe des Stipendiums. (RK)