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Die Mississippi-Brücke in New Orleans (USA).
Die Mississippi-Brücke in New Orleans (USA).

Innsbruck baut Brücken

Innsbruck pflegt zu sieben Städten eine freundschaftliche Partnerschaft. Das Interesse an einem grenzüberschreitenden Austausch auf kultureller, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene steht im Mittelpunkt einer jeden Städtepartnerschaft.

Nach den Wirren des Zweiten Weltkriegs war das vorrangige Ziel der neu entstehenden Partnerschaften die Sicherung des Friedens in Europa. Heute sind es vor allem wirtschaftliche und kulturelle Gründe, warum Städte Partner in anderen Länder suchen.
So wie die Brücke Innsbruck ihren Namen gab, steht die Brücke als Symbol für die Überwindung von Gräben und trennenden Grenzen. Städtepartnerschaften wurden seinerzeit unterzeichnet, um Brücken zwischen den Ländern zu bauen. „Mit unseren sieben Partnern in Europa und den USA verbindet uns sehr viel. Die durch Jahre gewachsenen Freundschaften leben vom gegenseitigen Austausch in den verschiedensten Bereichen des städtischen Lebens“, erklärt Vizebürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer.

Vor über 50 Jahren

Freiburg im Breisgau ist die älteste Partnerstadt Innsbrucks. Am 3. Mai 1963 wurde die Städtepartnerschaft zwischen den beiden geschlossen. Die Stadt im Schwarzwald ist mit Innsbruck historisch tief verwurzelt. 450 Jahre lang gehörte Freiburg zu Österreich, für einige Jahre im 18. Jahrhundert war ein gebürtiger Innsbrucker Bürgermeister in Freiburg und der Innsbrucker Bürgermeister wiederum stammte aus Freiburg. Auch zwischen der Uni und den kirchlichen Instanzen gab es regen Kontakt. Grenoble, eingebettet zwischen Fluss und hochalpiner Gebirgslandschaft, erinnert mehr als nur entfernt an die Tiroler Landeshauptstadt. Berührungspunkte waren und sind die Olympischen Winterspiele 1964 und 1968 sowie der touristische Aufschwung, der mit diesen Großereignissen in den beiden Städten einherging. Die Partnerschaft mit Grenoble wurde am 10. Mai 1964 unterzeichnet.

Olympia, Jugend & Hilfeleistung

Mit Sarajevo besteht seit dem 27. Oktober 1980 eine freundschaftliche Verbindung. Als Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1984 ist Sarajevo eng mit Innsbruck verbunden. Besonders im Bosnienkrieg und nach der Belagerung Sarajevos kümmerte sich Innsbruck um Hilfsmaßnahmen. Aalborg, traditionsreiche Hafenstadt in Dänemark, wurde am 13. März 1982 Partnerstadt. Bereits nach dem Ersten Weltkrieg fanden dort österreichische Kinder Erholung und Hilfe. Heute ist besonders der Austausch im
Sport- und Jugendbereich von großer Bedeutung. So beteiligt sich Innsbruck alle vier Jahre an den Youth Games in Aalborg. Nach dem Zerfall der Sowjetunion und der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Georgiens wurde Tbilisi von der Stadt Innsbruck vor allem durch humanitäre Hilfsleistungen unterstützt. Schwerpunkt der Partnerschaft mit Tbilisi, die seit dem 9. Oktober 1982 besteht, ist der regelmäßige Austausch von Studierenden.

„Innsbruck schätzt seine Partnerstädte und ist sich der Bereicherung, die jede einzelne bietet, bewusst. Wir profitierten sowohl auf der Ebene der politischen Zusammenarbeit als auch im kulturellen Austausch.“

Vizebürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer

Vizebürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer

Jazz und Kultur

New Orleans: Wiege des Jazz und Zentrum des kreolischen Lebensgefühls. Die Zusammenarbeit zwischen den Universitäten der beiden Städte reicht bis in die 1970er Jahre zurück. „Die Gründung der University of New Orleans (UNO) Summer School im Jahr 1976 war ein bedeutender Schritt für die partnerschaftliche Verbindung zwischen Innsbruck und New Orleans. Aktivitäten wie das New Orleans Jazz Festival, Ausstellungen von Künstlerinnen und Künstlern aus der Mississippi- Metropole sowie die jährlich im Juli und August stattfindenden Besuche junger Studentinnen und Studenten aus New Orleans verdeutlichen diese langjährige Freundschaft“, weiß die Vizebürgermeisterin. Die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde fand am 14. Juli 1995 statt. Krakau, die zweitgrößte Stadt Polens, ist seit dem 19. August 1998 Partnerstadt Innsbrucks. Sie ist nicht nur wie Innsbruck eine alte Universitätsstadt, sondern auch Kulturstadt.

RGRE tagt 2020 in Innsbruck

Alle vier Jahre findet der Kongress des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) in einem der Mitgliedsländer statt. 2020 wird die Veranstaltung mit mehr als 1.000 TeilnehmerInnen in der Tiroler Landeshauptstadt abgehalten. Der Rat repräsentiert mehr als 150.000 Gebietskörperschaften in insgesamt 41 Ländern. „Unsere Alpenstadt im Herzen Europas bietet die besten Voraussetzungen, um die Weichen für eine effektive, gemeinsame Arbeit für die kommenden Jahre neu zu gestalten“, betont die Vorsitzende des Finanzausschusses des RGRE, Mag.a Christine Oppitz-Plörer. Seit seiner Gründung 1951 setzt sich der RGRE für ein vereintes, friedliches und demokratisches Europa ein. Zielsetzung war die Aussöhnung zwischen den Völkern Europas und die kommunale Zusammenarbeit über nationale Grenzen hinweg. Damit war eine internationale Grundlage zum Aufbau von Städtepartnerschaften in Europa gegeben. AS/MF