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Galerie Plattform 6020: „Die Idee pulsiert“

Ausstellung von Helmut P. Ortner bis 29. Juni

„Die Idee pulsiert“ ist die erste Einzelausstellung des Malers und Zeichners Helmut P. Ortner in der Fördergalerie der Stadt Innsbruck.Die Ausstellung wird am Mittwoch, 29. Mai, um 19.00 Uhr mit einführenden Worten des Kunsthistorikers Matthias Mangeng eröffnet.

Der Mensch und die Schrift

Ausgehend von der transitiven Raumsituation der Galerie Plattform 6020 agiert die Ausstellung als raumgreifende Gesamtinstallation, welche aktuelle sowie in den letzten zwei Jahren entstandene Arbeiten umfasst. Neben Bildern und Zeichnungen wird erstmals die großformatige und titelgebende Wortinstallation DIE IDEE PULSIERT gezeigt, die eigens für die Ausstellung produziert wurde. Ortners zentrale Motive sind der Mensch und die Schrift, mit denen er sich still, doch mit ironisch-humorvollen Aspekten versehen, großen und kleinen Fragen des Lebens nähert. Ein wesentlicher Bestandteil ist hier das handgeschriebene Wort. Bilder werden mit (eigenen oder fremden) Texten unterlegt oder in matrixartige Geflechte aus Schrift eingebettet. Der Prozess des Schreibens erfolgt dabei unheimlich diszipliniert und kontrolliert. Neben Papier und Hartfaserplatte verwendet Ortner Buchdeckel als Bildträger – eine beinahe logische Konsequenz, die durch seine Obsession für Bücher begründet ist. Alte Bücher werden gesammelt, auf Dachböden aufgestöbert, aus Altpapiercontainern gerettet oder auf Flohmärkten erworben, um ihnen, meist ihrer Hülle, eine neue Existenz als Kunstwerk zu geben. Inhaltlich können, aber müssen die Darstellungen nicht zwangsläufig Bezug auf den ehemaligen Inhalt der Bücher nehmen. Kritisch, doch meist mit schmunzelndem Unterton, werden gesellschaftliche Strukturen, Phänomene und Prozesse hinterfragt. Große Themenkomplexe wie Umweltzerstörung, Gleichberechtigung oder Folgen des Kapitalismus werden ebenso verhandelt wie die kleinen alltäglichen Dinge und das eigene Künstlerdasein. Ortner sucht nicht nach einfachen Lösungen, schlägt keine Antworten vor, sieht seine Arbeit vielmehr als individuellen Denkanstoß.

Einen weiteren Aktionsort der Ausstellung bildet die ortsintegrierte Stadtbibliothek. Als gedankliche Anregung für die Ausstellungs- und BibliotheksbesucherInnen konzipierte Ortner im Sinne einer künstlerischen Intervention eine limitierte Edition von Lesezeichen. Diese hat der Künstler in seinen Lieblingsbüchern in der Bibliothek versteckt und sie können zufällig von den LeserInnen gefunden werden. „Bücher bergen unbekannte und neue Gedanken“, so Ortner, „welche wiederum Ideen und Entwürfe von etwas sind. Eine Bibliothek ist demnach ein Raum voller neuer Gedanken. Wenn Bücher gelesen werden, leben diese wieder auf und die Idee pulsiert in einem neuen Kopf.“

Kurzbiografie und Ausstellungen
Ausstellungen seit 2016: 2019 So wahr sind meine Lügen, curated by x04x, Kunstraum Köller-Pillwein, Wien / 2018 Jenes Land, Raiffeisengalerie, Telfs / 2017 O.T., curated by Thina Adams, Kultur im Glashaus, Innsbruck / 2017 Enigmatic Interaction II, Galerie Rhomberg, Kitzbühel / 2016 Enigmatic Interaction, curated by Maki Ortner, Die Bäckerei – Kulturbackstube, Innsbruck; Gruppenausstellungen: 2019 Einsamkeit und Zorn, Stadtmuseum, Bruneck / 2018 Meister der Grafik, artdepot, Innsbruck / 2016 Right Here, Right Now, Galerie Rhomberg, Innsbruck / 2016 Underground Exhibition, Templstraße 2, Innsbruck Weitere Informationen unter www.hportner.com

Eröffnung am Mittwoch, 29. Mai 2019, 19.00 Uhr

Galerie Plattform 6020, Amraser Straße 2
Dauer: 31. Mai bis 29. Juni 2019, Öffnungszeiten: Montag 14.00-19.00 Uhr, Dienstag bis Freitag 10.00-19.00 Uhr, Samstag 10.00-17.00 Uhr

Rahmenprogramm „Kunst am Mittwoch“
5. Juni
, 15.00-16.30 Uhr: Atelier 6020senior. Nachts im Atelier: Kreativ-Workshop für Erwachsene ab 60 Jahre. Anmeldung bis 2. Juni an post.kulturamt@innsbruck.gv.at  
12. Juni, 18.00-19.00 Uhr: Verweilen. Kunst & Diskussion: Erfahren Sie im Gespräch mit den Kunstvermittlerinnen interessante Details zu den Kunstwerken.
26. Juni, 18.00-19.00 Uhr: Eintauchen. Kunst & Poesie: Lassen Sie sich von einem Kunstwerk inspirieren und werden Sie selbst kreativ.

Kontakt:

Referat Bildende Kunst und Kulturprojekte

Mag.a Natalie Pedevilla

Telefon +43 512 5360 1653