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Tausende Stunden im Schnee-Einsatz

Stadtregierung dankt Bediensteten und BewohnerInnen

Der starke Auftritt des Winters in den ersten Jännertagen verlangte den InnsbruckerInnen sowie den Zuständigen bei der Stadt Innsbruck vieles ab. „Durch Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis konnten die arbeitsintensiven Schneeräumungen strukturiert durchgeführt werden. Die Sicherheit aller stand in jedem Bereich im Mittelpunkt“, betont Bürgermeister Georg Willi und ergänzt: „Die Wetterberuhigung lässt nun alle ein wenig durchatmen, vorbei ist die Arbeit in diesem Winter aber nicht, das wissen wir.“ 

Geräumte Straßen

Rund 100 MitarbeiterInnen des Amts für Straßenbetrieb befreiten mit knapp 50 städtischen Fahrzeugen die Innsbrucker Straßen vom Schnee. 35 bis 40 externe Autos wurden für eine bessere Abwicklung zusätzlich hinzugezogen. Es galt für die MitarbeiterInnen täglich durchschnittlich 6.000 Kubikmeter Schnee wegzuschaffen. Unterstützt wird der Straßenbetrieb im Stadtgebiet von KollegInnen des Grünanlagenamts. Am vergangenen Wochenende waren zwölf Personen mit vier zur Verfügung stehenden Fahrzeugen im Schnee-Einsatz, während der Woche waren es bis zu 35 Bedienstete. Rund 80.000 Quadratmeter Geh- und Radwege fallen in ihre Zuständigkeit, hauptsächlich entlang der Inn- und Sillpromenaden. Dazu kommen noch zirka 110.000 Quadratmeter in den städtischen Parkanlagen. Jeweils knapp 1.000 Arbeitsstunden leisteten die MitarbeiterInnen der beiden Ämter in den vergangenen Tagen, an denen es schneite.

Gefahren im Wald

Im Wald stehen die Mitarbeiter des Forstamtes seit den Weihnachtsfeiertagen ununterbrochen im Einsatz. Durch die Schneemengen ergeben sich mehrere Einsatzgebiete. Einerseits sind sie täglich mit der Räumung von Zufahrtswegen zu Häusern beschäftigt, andererseits müssen immer wieder umgestürzte Bäume, die die Schneelast nicht mehr tragen konnten, entfernt werden. Waldaufseher und Förster sind laufend unterwegs, um die Gefahrensituationen im Wald einzuschätzen. Das städtische Forstamt ist ebenfalls in der Lawinenkommission und in der Gemeindeeinsatzleitung vertreten und seit dem Beginn der Schneefälle mit der Sicherung und Einschätzung der Gefahren für BürgerInnen beschäftigt.

Sicherheit geht vor

Bei der Berufsfeuerwehr Innsbruck (BFI) stehen 22 Mitglieder und ein Offizier bzw. eine Offizierin täglich im Einsatz. Auch während der vergangenen Tage mit starken Schneefall arbeiteten sie für die Sicherheit der InnsbruckerInnen. Seit Anfang Jänner kam es zu 65 Einsätzen in diesem Bereich, zu denen Sicherungsarbeiten zählten bzw. 23-mal wegen (drohenden) Ein- bzw. Abstürzen ausgerückt werden musste. Zu den Zahlen der BFI kommen noch knapp 1.000 Stunden für technische Einsätze bei den Freiwilligen Feuerwehren. Ein großer Einsatz fand beispielsweise am vergangenen Wochenende bei der Bobbahn in Igls statt – dort stürzte ein Dach ein. Amtsleiter Elmar Rizzoli (Allgemeine Sicherheit und Veranstaltungen) steht der Mobilen Überwachungsgruppe (MÜG), der Lawinenkommission und der Gemeindeeinsatzleitung vor. Bei ersterer waren bis zu 15 MitarbeiterInnen täglich im Einsatz, sieben Personen waren in der Lawinenkommission aktiv und bis zu 20 MitarbeiterInnen wurden in die Einsatzleitung berufen.

Gute Zusammenarbeit

Die Bilanz aus den städtischen Dienststellen zeigt, wie arbeitsintensiv das Jahr 2019 in der Landeshauptstadt begann. Die zum Teil schwer einschätzbare Lage und große Lawinengefahr machten auch erweiterte Maßnahmen für die Sicherheit notwendig. So wurden in den Stadtteilen Hungerburg, Hötting und Mühlau BewohnerInnen in der gelben und roten Zone in Zusammenarbeit mit den Freiwilligen Feuerwehren informiert, sich in ihren Häusern aufzuhalten und erhöhte Vorsicht walten zu lassen. Mittlerweile konnte Entwarnung gegeben werden. Besonders das Verständnis und das vorbildliche Verhalten der Betroffenen erleichterte den ExpertInnen ihre Arbeit.

Dank der Stadtregierung

„Die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben einen großartigen Beitrag für die Sicherheit in unserer Landeshauptstadt geleistet. Jeder und jedem Einzelnen gebührt unser Dank für den unermüdlichen Einsatz, der allen vieles abverlangt hat. Danke auch an die Bewohnerinnen und Bewohner, die ihren Räum- und Streupflichten nachgekommen sind, Verständnis gezeigt und unsere Bediensteten unterstützt haben“, erklären die Mitglieder der Innsbrucker Stadtregierung einhellig. (SAKU)