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Musik, Tanz und Kulinarik: Innsbruck zeigte sich beim „Fest der Vielfalt“ von seiner bunten Seite.
Musik, Tanz und Kulinarik: Innsbruck zeigte sich beim „Fest der Vielfalt“ von seiner bunten Seite.

Sport als Brücke zwischen den Kulturen

Die Vielfalt des städtischen Miteinanders spiegelt sich in vielen Bereichen Innsbrucks wider. Neben Kunst und Kultur ist es vor allem die sportliche Betätigung, die die verschiedenen in Innsbruck lebenden Nationalitäten miteinander verbindet.

Ob Angebote für Bewegung und Sport, Freizeitbetätigungen für die ganze Familie oder Veranstaltungen für Kunst- und Kulturinteressierte: Innsbruck ist gerade dadurch eine sehr lebenswerte und weltoffene Stadt im Herzen Europas. Die Diversität in der Stadt definiert sich aber nicht nur über die vielseitigen Angebote, sondern auch über die Pluralität der Innsbrucker Bevölkerung.

Bunte Stadt

Zu den rund 133.000 BürgerInnen, die in Innsbruck ihren Lebensmittelpunkt haben, gehören auch MitbürgerInnen aus 148 Ländern, die schätzungsweise mehr als 150 Sprachen sprechen.* Um die Bedeutung der eigenen Muttersprache aufzuzeigen, wurde seitens der UNESCO der 21. Februar als „Tag der Muttersprache“ ins Leben gerufen. Er dient zur Förderung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt und Mehrsprachigkeit als Schlüssel zum gegenseitigen Verständnis und Respekt.
Die Landeshauptstadt feierte den Tag mit zahlreichen kulturellen Veranstaltungen und Aktionen, unter anderem mit Reden von mehrsprachigen Innsbrucker SchülerInnen in der Stadtbibliothek, die zeigen, welches kreative Potenzial im doppelten sprachlichen Blick auf die Wirklichkeit liegt. „In unserer Stadt werden hunderte Sprachen gesprochen. Aus der kulturellen und sprachlichen Vielfalt bezieht das städtische Leben einen besonderen vitalen Puls. Wichtig ist es, Raum zu schaffen für das Miteinander, für das gemeinsame Erleben und Genießen dieser Vielfalt und den wechselseitigen Austausch. In der einen Sprache gibt es ein Wort oder eine Redewendung für etwas, das in einer anderen Sprache gar nicht bezeichnet wird. Im Türkischen gibt es etwa ein eigenes Wort für den Vollmond, der sich auf dem Wasser spiegelt, im Norwegischen hat ein Bier, das man im Freien trinkt, eine eigene Bezeichnung, weil das unwirtliche Klima diesen Genuss nur selten erlaubt. Mehrsprachigkeit erschließt uns neue Blickwinkel auf die vermeintlich durch und durch bekannte Welt, auf die Vielfalt der Sprachen. Diese Vielfalt ist ein Schatz, der größer wird, wenn man ihn teilt“, betont Integrationsstadträtin Mag.a Elisabeth Mayr.

„Sport schafft Zugehörigkeit und Identität abseits von Herkunftsfragen. Das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen, Respekt im Miteinander zu haben, Fairness und Teamgeist zu leben – das sind besonders im Vereinssport lebendige Grundprinzipien, die für uns alle Vorbildwirkung haben.“

Amtsführende Stadträtin Elisabeth Mayr

Amtsführende Stadträtin Elisabeth Mayr

„Langer Tag der Flucht“

Das Miteinander in Innsbruck wird zunehmend bunter und differenzierter. So fand etwa im Frühsommer bereits zum vierten Mal das „Fest der Vielfalt“ statt. Die Veranstaltung zeigt nicht nur, dass das Zusammenleben aller InnsbruckerInnen und Innsbrucker unterschiedlicher Herkunft gelingen kann, sondern macht das facettenreiche Leben in Innsbruck sichtbar, hörbar – schlicht erlebbar. Alljährlich bietet das Fest wie kein anderes die Möglichkeit zum interkulturellen Austausch und lädt auf eine kulinarische und künstlerische Weltreise ein. Innsbruck und Tirol sind Heimat für viele Menschen – mit vielen verschiedenen Geschichten und Nationalitäten. Im Rahmen des „Langen Tags der Flucht“ am 28. September zeigt die Ausstellung „Tiroler Vielfalt“ (ab 27. September) den Alltag von unterschiedlichsten Menschen mit Migrationsgeschichten. Die Ausstellung im Haus der Musik Innsbruck ist ein Kooperationsprojekt der Stadt Innsbruck mit dem Roten Kreuz, Land Tirol, Berufsförderungsinstitut (BFI) und Haus der Begegnung und zeigt, wie breitgefächert unser Land ist.

Sport verbindet

Ein wichtiger Faktor, der das Miteinander in einer Gesellschaft wesentlich fördert, ist der Sport. Nichts verbindet schneller als gemeinsam Sport zu treiben, zu trainieren, im Team zu spielen. Die Freude an der Bewegung und die körperliche Ertüchtigung im städtischen Natur- und Erholungsraum ist international – hier werden kulturelle Differenzen leichter überwunden, und mit dem gemeinsamen sportlichen Ziel entstehen häufig Freundschaften. „Sport ist der Integrationsmotor schlechthin. Das gemeinsame Sporteln ist eine der einfachsten Möglichkeiten, Brücken zwischen den verschiedensten Kulturen zu bauen. Bei diesen Begegnungen entdecken wir Gemeinsamkeiten, bauen Missverständnisse und Vorurteile ab, und zum Deutschen lernen dann viele den Dialekt als dritte oder vierte Sprache noch dazu. Das schafft die perfekte Basis für wirkliches Dazugehören und Heimatfinden sowie ein wechselseitiges Verständnis“, erläutert Sportstadträtin Mayr.

Miteinander sporteln

Auch bei „Bewegt im Park“, dem 15-wöchigen Bewegungsprogramm, das noch bis zum 14. September in den Grünanlagen angeboten wird, legt die Landeshauptstadt ebenfalls einen Fokus auf Integration. Von Yoga und Slackline über Ultimate Frisbee bis hin zu Mountainbikekursen stehen 22 Kurse zur Verfügung. Das Programm ist kostenlos und niederschwellig, es können alle Interessierten ohne vorherige Anmeldung daran teilnehmen. Es braucht keine Vereinszugehörigkeit und soll allen reichlich Gelegenheit zum Schnuppern bieten. Die Vielfalt an Sportarten, aber auch die Diversität an Sport- und Frischluftbegeisterten zeichnen das Projekt „Bewegt im Park“ aus. Das vielfältige Programm und noch viel mehr Informationen sind über die städtische Web-Applikation „Bewegt in Innsbruck“ unter www.innsbruck.gv.at/bewegt abrufbar. (MF)