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Begrüßten Cécile Wajsbrot (2.v.l.), Innsbrucks „Writer in Residence 2019", in der Stadtbibliothek: Julia Pröll (Institut für Romanistik), Uschi Schwarzl und Birgit Mertz-Baumgartner (Institut für Romanistik) (v.l.)
Begrüßten Cécile Wajsbrot (2.v.l.), Innsbrucks „Writer in Residence 2019", in der Stadtbibliothek: Julia Pröll (Institut für Romanistik), Uschi Schwarzl und Birgit Mertz-Baumgartner (Institut für Romanistik) (v.l.)

„Writer in Residence 2019“ kommt aus Frankreich

Cécile Wajsbrot erhielt Einladung nach Innsbruck

Die französische Schriftstellerin und Übersetzerin Cécile Wajsbrot ist die heurige „Writer in Residence“. In Anwesenheit von Kulturstadträtin Mag.a Uschi Schwarzl und Universitäts-Professorin Dr. Birgit Mertz-Baumgartner vom Institut für Romanistik der Universität Innsbruck fand gestern Abend die Auftaktveranstaltung in der Stadtbibliothek statt.

Bereits zum 14. Mal hat die Philosophisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät damit eine/n AutorIn für einen Monat nach Innsbruck als „Writer in Residence“ eingeladen, um an der Universität zu lehren. Vor allem sollen die Eingeladenen aber auch das kulturelle Leben der Landeshauptstadt bereichern und einen Austausch zwischen Forschung und literarischer Begegnung ermöglichen.

„Kultur hat in Innsbruck einen hohen Stellenwert. Das sehen wir immer wieder an der Vielzahl von Veranstaltungen, die jedes Jahr in unserer Landeshauptstadt stattfindet. Unsere neue Stadtbibliothek ist seit ihrer Eröffnung zu einem Zentrum kultureller Vielfalt geworden. Ich freue mich sehr, dass wir heute Cécile Wajsbrot als ‚Writer in Residence‘ begrüßen dürfen. Gerade in der heutigen Zeit sind Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die auf politisch bedenkliche Strömungen aufmerksam machen, besonders wichtig“, führt die für Kultur zuständige Stadträtin Schwarzl in ihrer Begrüßung aus.

Programm-Höhepunkte

Im Zuge der Auftaktveranstaltung las Cécile Wajsbrot aus ihren zwei zuletzt veröffentlichen Romanen. Am 13. Mai folgt ein Montagsfrühstück im Literaturhaus am Inn. Von 09.00 Uhr bis 10.45 Uhr diskutiert die Autorin mit dem Germanisten Assoz. Prof. Dr. Till Dembeck über das Thema der literarischen Mehrsprachigkeit. Eine Lehrveranstaltung an der Philosophisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät nähert sich zudem im Mai anhand von literarischen Texten aus unterschiedlichen Epochen, Gattungen und Kulturräumen dem vielschichtigen Begriff der Katastrophe an.

Kurzporträt

Cécile Wajsbrot wurde 1954 als Tochter polnischer Juden in Paris geboren. Sie studierte an der Sorbonne in Paris und arbeitete als Lehrerin und Journalistin. Seit Anfang der 1990er-Jahre ist sie als freie Schriftstellerin sowie Übersetzerin aus dem Englischen und Deutschen tätig. 2014 wurde Wajsbrot der Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis zugesprochen, 2016 der Prix de l’Académie de Berlin. Sie lebt abwechselnd in Paris und Berlin und ist seit 2017 Mitglied der Deutschen Akademie für Dichtung.